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Jahresrückblick

Es ist geschafft, es ist vorbei oder soll ich lieber sagen, leider? Im April letzten Jahres habe ich den allerersten Blogpost geschrieben, dann waren wieder 4 Monate Pause. Ich bin gereist, habe die Welt erkundet, Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich habe wenig mit euch geteilt, was diese Reise angeht, die behalte ich in meinem Herzen, zu intim. Diese drei Monate waren es nur er und ich. Alle Alltagsschwierigkeiten waren eine Weile vergessen und wir haben einfach nur genossen.
Und dann, im August waren wir wieder da. Plötzlich hatte ich Zeit, fing doch die Uni erst im Oktober wieder an und ich habe mich auf alles gestürzt was schön ist. Ich habe geschrieben und fotografiert, gestyled und neu formuliert, ich habe meine ganze Kraft in meinen Traum gesteckt und mich damit beschäftigt was ich eigentlich mal machen möchte, später – wenn ich groß bin. Der August war der Monat in dem Verlottert geboren wurde. Könnt ihr euch das vorstellen, Verlottert gibts erst seit knapp 5 Monaten. Dabei fühlt es sich an, als wäre all das schon immer Teil meines Lebens gewesen. Wahrscheinlich ist es das auch, nur jetzt teile ich es mit euch.

DER APRIL 
Das war irgendwie ein komischer Monat, es ging mir nicht gut, ich war von Selbstzweifeln geprägt, wusste nicht genau wo meine Reise eigentlich hingehen sollte. Ich hatte das Gefühl keine echten Freunde in Hamburg gefunden zu haben. So eine große Stadt – da kann man sich ziemlich einsam fühlen. Und dann habe ich wieder angefangen zu bloggen, das war das dritte Mal, dass ich mir so etwas angefangen habe aufzubauen und dieses Mal sollte es beständig sein.
Gut: Die Reisevorbereitungen waren schon fast abgeschlossen und die Vorfreude hat schon eingesetzt!
Schlecht: Allerdings geht mit so etwas natürlich auch viel Stress einher. Es war das erste Mal, dass ich mich mit meinem Freund gestritten habe, weil ich Panik bekommen habe wegen dieser großen Entscheidung so lange mit ihm wegzufahren.

DER AUGUST 
Wieder da und um so vieles reicher! Wie viel ich über mich selbst erfahren habe, meine eigenen Stärken, meinen Körper. Ich weiß jetzt was ich mir selbst zumuten kann, wie viel ich schaffe. Wenn man 11 Kilometer den Grand Canyon hoch und runter wandert und der Wind so stark ist, dass man sich immer wieder an großen Steinen festhalten muss um nicht weggeweht zu werden und dann auch noch auf dem letzten Kilometer das Wasser ausgeht, dann weiß man wo die eigenen Grenzen liegen. So viel habe ich mitgenommen und die ganze Kraft in meinen Traum gesteckt, in meine Arbeit, in meine Gedanken. Im August kam ich wieder und durfte mich endlich wieder aus meinen gesamten Kleiderschrank bedienen, keine Sportschuhe mehr, keine High-Tech-Materialen, einfach die Dinge die mir gefallen.
Gut: Wieder zu Hause sein, wieder ein richtiges Bett und keine Isomatte mehr, wieder ein echter Herd und die Möglichkeit viel billiger einkaufen zu gehen und zu kochen. Mein Gott, dass weiß man erst zu schätzen wenn man es drei Monate nicht hatte.
Schlecht: Ich hatte Fernweh, das Abenteuer war vorbei und ich vermisste es schon.

DER SEPTEMBER 
Ich weiß gar nicht so richtig was besonders war im September, wenn ich mir die Fotos aus dem Monat angucke würde ich sagen, dass ich ganz viel dazu gelernt habe. Meine Outfits wurden besser, die Fotos wurden besser, die Bearbeitung wurde besser. Mein Freund, der übrigens Henri heißt – irgendwie ist das doof wenn ich immer “mein Freund” schreibe – und ich, wir haben gelernt, wir haben einfach ausprobiert und sind immer besser geworden, ein Team. Außerdem habe ich mich im September das erste Mal mit einer anderen Bloggerin getroffen um Fotos zu machen, erinnert ihr euch noch an Vanessa?
Gut: Das Wetter in diesem Monat war fantastisch, noch ein bisschen deutschen Sommer durfte ich erleben. Außerdem lief auch sonst alles perfekt, die Leser von Verlottert wurden immer mehr und immer beständiger und durchs Kellnern habe ich ein bisschen Geld dazu verdienen können.
Schlecht: Mir fällt ehrlich gesagt gar nicht so richtig etwas Schlechtes ein…

DER OKTOBER 
Einer der wichtigsten Monate für mich. Die Uni ging wieder los und nach meinem Urlaubssemester bin ich natürlich ein Semester runtergerutscht. Wieder neue Menschen in den Vorlesungen, außerdem war es der Monat in dem sich entscheiden musste ob meine Leute aus dem letzten Semester wirklich Freunde geworden waren, wie hatten sie mich in Erinnerung behalten, wie würden sie mich wieder aufnehmen? Was für Menschen waren in meinem neuen Semester, würde ich neue Freunde finden?
Gut: Ich glaube ich habe einige der tollsten Menschen der Welt in meinen Freundeskreis, all diese Menschen mit denen ich mich vor Amerika gut verstanden habe sind mir einfach noch 1000 Mal mehr ans Herz gewachsen und sie haben mich willkommen gehießen und einfach weitergeliebt – wie vorher, nur noch besser.
Schlecht: Es war unheimlich schwer sich so lange in geschlossenen Räumen aufzuhalten, nachdem ich davor drei Monate nur draußen war. Ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten und fühlte mich furchtbar eingesperrt, aber ich habe mich wieder daran gewöhnen können.

DER NOVEMBER 
Ich weiß noch ganz genau, im November wurde es kalt. Zugegebener Maßen erst gegen Ende, aber trotzdem. Es war der erste Monat in dem ich es verflucht habe nicht einige Fotos von früheren Shootings zu haben. Ich wünschte ich hätte einiges vorgeschossen. Aber dem war nicht so und deshalb stand ich teilweise bauchfrei bei ca. 6°C draußen und habe geposed was das Zeug hielt – nur gut, dass es mittlerweile nicht eine Stunde dauerte bis wir gute Fotos im Kasten hatten, sondern nur 15 Minuten.
Gut: Der November war eigentlich ein einziges Geschenk, ich hatte mich wieder an die Uni gewöhnt, hatte neue Freundschaften geschlossen und die ersten Kooperationsanfragen für meinen Blog bekommen – die ich allerdings alle ausgeschlagen habe, weil die Firmen alle unseriöse Konditionen vorgeschlagen haben.
Schlecht: Ich war teilweise ein bisschen geschockt was Firmen denken, was Blogger alles tun würden nur um ein bisschen Geld zu verdienen. Darüber macht man sich irgendwie keine Gedanken wenn man sich nicht so richtig in das Business reinfummelt…

DER DEZEMBER 
Mir fällt gerade auf, dass der Dezember scheinbar mein Hut-Monat war. Und der Monat in dem ich dann wirklich krank geworden bin. Deshalb ist er auch irgendwie ganz schön unaufregend gewesen, Verlottert habe ich in den Winterschlaf geschickt und habe selbst versucht mich gesund zu schlafen – hat nicht so gut geklappt, ich schleppe das immer noch mit mir rum.
Gut: Ich habe all meine mündlichen Prüfungen mit Bravour bestehen können und das hat ganz schön viel Last von meinen Schultern genommen.
Schlecht: Zwischen Weihnachten und Silvester war wenig Zeit zum genießen oder um sich um Mode zu kümmern, ich saß tagelang am Schreibtisch und habe gelernt – denn am 2.1. habe ich schon meine erste Klausur geschrieben.

Ich hoffe euch gefällt mein Jahresrückblick, nächstes Jahr ist er dann wohl länger, da werde ich dann umso mehr zu erzählen haben. Ich wünsche euch hiermit nochmal ein frohes neues Jahr – auch wenn das ja mittlerweile auch schon etwas älter ist – und hoffe, dass ihr auch 2015 noch Spaß daran haben werdet immer mal wieder auf Verlottert vorbei zu schauen!
 



One response to “Jahresrückblick”

  1. Vanny says:

    Ich liebe es Jahresrückblicke zu lesen, weil man dadurch erst richtig sehen kann, wie schnell die Zeit vergeht und was sie uns schönes beschert hat!

    Auf ein weiteres, tolles und glückliches Jahr meine Liebe! :*

    Vanessa <3

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